Interview with Hokum (May 2006)von PGBInterview von music-discovery mit Jonas (Bass) und Peter (Schlagzeug) der Band Hokum
2003 seit Ihr das erste Mal auf die Fans losgegangen. Seit wann gibt es Hokum schon und ist die Band Euer erster Schritt ins Musikbusiness, oder ward Ihr davor auch schon in anderen Bands aktiv?
Jonas: Wir haben uns im Jahr 2000 gegründet, damals alle komplett frisch an unseren Instrumenten. Wir waren ja auch erst 14. Deswegen hat es auch so lange mit den ersten Auftritten gedauert, schließlich mussten wir erst mal unsere Instrumente lernen.
Ihr besteht immer noch aus der Original-Besetzung? Etwas ungewöhnlich, da die meisten Bands doch früher oder später die Mitglieder wechseln. Was schweißt Euch so zusammen?
Peter: Wir sind eigentlich wieder in Originalbesetzung. Zwischenzeitlich bin ich mal für ein paar Monate ausgestiegen gewesen, allerdings noch vor unserer Livepräsenz. Hat sich aber Gott sei Dank wieder rasch ergeben.
Jonas: Ich würde sagen, der Fakt, dass wir uns größtenteils schon seit den Kindergartentagen kennen ist einer der großen Gründe für die Harmonie. Klar, Differenzen gibt es immer wieder. Wenn dem nicht so wäre, wären wir denke ich ganz schön langweilig.
Hokum ist ein ungewöhnlicher Name. Er passt zwar vom Klang her zu einer Death-Thrash Band, jedoch hat sich mir seine Bedeutung noch nicht offenbart. Was bedeutet der Bandname und warum habt Ihr Euch hierfür entschieden? Ich denke mal die englische Übersetzung dürfte es nicht sein, oder doch?
Jonas: Ursprünglich haben wir den Namen tatsächlich nur wegen des Klanges ausgewählt, natürlich kommt man dann zwangsläufig auch auf die Bedeutung. Die Übersetzung auf Deutsch könnte tatsächlich „Schund“, „Unsinn“ oder ähnliches bedeuten. Inzwischen sehen wir das Ganze positiv, da eine gewisse Selbstironie einfach von Nöten ist.
Eure aktuelle CD "No Escape" kommt bisher recht gut an, wenn ich das richtig beurteile. Bei uns habt Ihr auch 7 von 10 Punkten bekommen. Hat der Release Euch auch als Band weiter gebracht? Und wie stehts mit den Fans, mögen die die neuen Songs genauso wie die Presse?
Peter: Bei den Fans kommt das neue Material super an, live spielen wir die neu aufgenommenen Songs ja teilweise schon längere Zeit. Es ist ja nicht so, dass wir die Songs erst im Studio schreiben, sie müssen sich erst mal live bewähren. Deswegen würde ich sagen, dass sowohl das alte wie auch das neue Material beim Publikum bestens ankommt!
Jonas: Bis jetzt kommt die Platte tatsächlich toll an, sowohl bei der Presse als auch bei den Fans!
Danke übrigens für dein Review! Meiner Meinung liest sich der Grundkonsens des Reviews übrigens positiver als 7 von 10 Punkten, denke ich. Auf das kommt es ja an, viel zu viele Leute schauen ja nur auf die Punktzahl.
Was mir positiv aufgefallen ist, ist daß Eure Songs teils sehr technisch sind, aber trotzdem nicht zu komplex sind, daß nichts mehr hängen bleibt. Wird dies in Zukunft so bleiben, oder wollt Ihr noch technischer und verspielter werden?
Jonas: Wir werden bestimmt nicht sagen, „Hey, lasst uns noch mal so einen Song machen, der sich so anhört wie der eine vom anderen Album!“ Wiederholen wollen wir uns bestimmt nicht, was allerdings nicht zwangsläufig bedeuten muss, dass die Nächsten noch verspielter sein werden. Wir wollen nur nicht auf einer Stelle treten. Es gibt zu viele Bands, die das machen. Und cool ist das nur bei MOTÖRHEAD.
Welche Band zählt Ihr zu Euren Einflüssen und wo findet man Eure "großen" Vorbilder?
Peter: Keiner von uns vieren hört eigentlich haargenau das Selbe wie der andere. Jeder hat seine eigenen Favoriten. Mir gefallen vor allem MACHINE HEAD und Konsorten.
Jonas: Ich bin wohl der am extremsten orientierte Typ bei uns. Ich steh’ auf alles, was schnell und anspruchsvoll ist, Technischen Death Metal et cetera. Absolut geil finde ich ATHEIST.
2005 konntet Ihr beim Kulturalarm-Bandwettbewerb den ersten Platz belegen. Gegen welche Bands habt Ihr Euch durchsetzen müssen und was meint Ihr, wo lag Euer Erfolgsgeheimnis?
Peter: Wir waren eindeutig die härteste Band des Abends. Unter anderem traten wir gegen 2 Metalcorebands, eine Rock-Pop-Gruppe und eine Band die Elektro-Pop-Sound im Stile der Achtziger machte an.
Jonas: Unser Erfolgsgeheimnis? Die Stimmung bei den Fans, unsere Spielfreude und wahrscheinlich unsere Musik. Nehme ich zumindest an. (lacht)
Hat Euch dieser Bandwettbewerb Erfolgstechnisch einen großen Schritt weitergebracht und würdet Ihr wieder an so einem Wettbewerb teilnehmen?
Jonas: Wir wurden eigentlich fast zur Teilnahme an dem Contest überredet. An weiteren werden wir höchstwahrscheinlich nicht teilnehmen. Uns widerstrebt es irgendwie „gegen“ andere Bands anzutreten, lieber stehen wir „zusammen“ auf der Bühne. Gebracht hat es uns auf alle Fälle was – einen Tag im Studio, in dem wir dann schließlich unsere ganze CD aufnahmen. Natürlich nicht an einem Tag.
Demnächst kann man Euch wieder live sehen, unter anderem beim Spring Break Festival und dem Queens of Metal Festival. Außerdem seid Ihr am 27.ten noch in München unterwegs. Mit welchen Band kann man Euch dort sehen und gibt es auch noch weitere Pläne, die evtl. in kürze Spruchreif sind, bzw. werden?
Peter: Beim Spring Break Festival spielen wir mit einem Haufen geiler lokaler Bands und den Schweizern von CATARACT, in Kleinwenkheim beim Queens of Metal Festival headlinen die Death-Meister von UNLEASHED. Am 27. Mai spielen wir mit geilen Undergroundacts unter anderem aus Tschechien, Holland und Belgien. Wird auf alle Fälle an allen Terminen eine fette Gaudi!
Jonas: Weitere Pläne sind auf alle Fälle noch mehr Gigs in ganz Deutschland zu spielen.
Was sind die nächsten Schritte für Euch? Wollt Ihr Euch schon auf die Suche nach einem Label machen, oder wartet Ihr erst noch eine weitere Scheibe ab?
Jonas: Noch wollen wir abwarten.
Some last words?
Peter: Vielen Dank für die Möglichkeit zum Interview! Ich hoffe, ein paar von euch und euren Lesern verirren sich auf unsere Homepage unter http://www.hokum.de! Ladet euch unsere MP3-Songs herunter, schreibt was Feines ins Gästebuch! Wir würden uns freuen!
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